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Rehungen im Jahr des Kirchenbaus 1776

Unser Heimatort Rehungen war im Jahre 1776 ein adliges Dorf in der Grafschaft Hohenstein gelegen und zum Amt Lohra gehörig.

Der Ort hatte ca. 320 Einwohner.

Die Ausmaße des Dorfes erstreckten vom Orteingang aus Richtung Sollstedt, Nr.55, bis zur heutigen Gaststätte „Thüringer Hof“. Auch zu diesem Zeitpunkt war hier bereits eine Gastwirtschaft- Warthe – genannt.

Die Kirchgasse, Dietzelsgasse und die untere Klausgasse waren bebaut.

Außerhalb des Ortes gab es die alte Mühle im Mühlgrund, vom Müller Druselmann gepachtet und die Neue Mühle in der Kichgasse.

Eine Ziegelei befand sich ebenfalls außerhalb, in Richtung Vollenborn, Nr.13 (heute Schiedewitz).

Das Rittergut war in Besitz der Grafen von Hagen und war verpachtet. Die Rittergutsbesitzer waren die Patronatsherren von Kirche und Schule.

Auf dem höchsten Platz, in der Mitte des Dorfes, stand vorher die alte Kirche, die alte Schule, die Schullinde und vor und neben der Kirche befand sich der Friedhof.

Die Bewohner des Ortes lebten in sehr armen Verhältnissen.

Eigenständige Bauern gab es zu dieser Zeit nicht. Sie standen beim Rittergut als Tagelöhner in Lohn und Brot.

Einen ebenfalls kargen Verdienst erbrachte unter Mitwirkung der ganzen Familie die Handweberei.

Die Kinder waren in die Arbeit eingebunden und besuchten aus diesen Grunde die Schule nicht regelmäßig.

In diese Zeit fiel der Neubau der Kirche. Sie entstand entsprechend der damaligen Bauweise, wie auch die Wohnhäuser im Ort, im Fachwerkstil. Der Rehunger Baumeister Schmicking erbaute sie.

 

B. Buchholz

Ortschronistin

19.10.2001

 

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